(Blachfeld auf der andern Seite des Hauses Belle Alliance. Napoleon zu Fuß, mit Bertrand und Offizieren.)
Wir müssen hier mitten durch das Feld zurück, — die Chaussée ist zerfahren und überdem von den Preußen erstürmt — — Der Abend wird kalt — Meinen Mantel und mein Pferd. (Bertrand hängt ihm den Mantel um, — ein Pferd wird vorgeführt) Solch eine Flucht kennt die Geschichte nicht — Verräterei, Zufall und Missgeschick machen das tapferste Heer furchtsamer als ein Kind — Es ist aus — Wir haben seit Elba etwa hundert Tage groß geträumt — — Bertrand, was ist? Du schweigst?
[…]
(Zurückblickend.)
Da stürzen die feindlichen Truppen siegjubelnd heran, wähnen die Tyrannei vertrieben, den ewigen Frieden erobert, die goldne Zeit rückgeführt zu haben — Die Armen! Statt eines großen Tyrannen, wie sie mich zu nennen belieben, werden sie bald lauter kleine besitzen, — statt ihnen ewigen Frieden zu geben, wird man sie in einen ewigen Geistesschlaf einzulullen versuchen, — statt der goldnen Zeit, wird eine sehr irdene, zerbröckliche kommen, voll Halbheit, albernen Lugs und Tandes, — von gewaltigen Schlachttaten und Heroen wird man freilich nichts hören, desto mehr aber von diplomatischen Assembléen, Konvenienzbesuchen hoher Häupter, von Komödianten, Geigenspielern und Opernhuren — — bis der Weltgeist ersteht, an die Schleusen rührt, hinter denen die Wogen der Revolution und meines Kaisertumes lauern, und sie von ihnen aufbrechen lässt, dass die Lücke gefüllt werde, welche nach meinem Austritt zurückbleibt.
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