(Ein Weihnachtsbaumverkauf am Abend vor Heiligabend. Ein Bauzaun mit Lichterkette, ein Haufen Netze, Tannennadeln überall. Maxi, dreiundvierzig, in dicker Jacke und Mütze, hält einen einzelnen krummen Baum hoch, an dem fast keine Nadeln mehr sind. Davor steht eine Kundin.)
Gute Frau, Sie haben Glück. Das ist er. Der Letzte. Der hat gewartet. Auf Sie.
Krumm? Nein. Der ist nicht krumm, der hat Haltung. Der lehnt sich ein bisschen zur Seite, wie jemand, der zuhört. Den stellen Sie in die Ecke, und der hört Ihnen den ganzen Abend zu.
(Maxi dreht den Baum.) Die Nadeln? Die sind nicht weg, die sind schon auf dem Weg zu Ihnen. Das ist ein Baum, der nichts mehr beweisen muss. Die anderen waren alle so … voll. So aufgeblasen. Der hier ist ehrlich.
Zwölf Euro. Nein, zehn. Wissen Sie was: fünf, und ich trag ihn Ihnen nach Hause. (Pause.) Weil ich gleich Feierabend hab, und weil ich den nicht allein hier stehen lassen will. Heute Nacht. Am dreiundzwanzigsten. Das hat keiner verdient.
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Ende des Textes

