(Eine Gegend im Freien, Nacht. Edgar ist auf der Flucht. Sein Halbbruder Edmund hat ihn beim Vater verleumdet; nun wird er im ganzen Land gesucht.)
- Ich hörte mich geächtet,
- Und durch die günst’ge Höhlung eines Baums
- Entkam ich noch der Jagd. Kein Port ist frei,
- Kein Platz, an dem nicht strenge Wacht und Sorgfalt
- Mir nachstellt. Retten will ich mich, solang’
- Ich noch entfliehn kann: und ich bin bedacht,
- Den allertiefsten, ärmsten Schein zu borgen,
- In dem die Not den Menschen je zum Vieh
- Erniedrigt. Mein Gesicht schwärz’ ich mit Schlamm,
- Die Lenden schürz’ ich, zaus’ in Knoten all
- Mein Haar, und mit entschlossner Nacktheit trotz’ ich
- Dem Sturm und den Verfolgungen der Luft.
- Die Gegend beut Vorbild und Muster mir
- An Tollhausbettlern, die mit hohler Stimme
- In ihre nackten, tauben Arme schlagen
- Holzpflöcke, Nägel, Splitter, Rosmarin,
- Und in so grausem Anblick sich in Mühlen,
- Schafhürden, armen Dörfern, Meiereien,
- Bald mit mondsücht’gem Fluch, bald mit Gebet,
- Mitleid erzwingen. Armer Turlygood! Armer Thoms! –
- So bin ich etwas noch, – als Edgar nichts!
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