Annika und Bettina: Der Trampolinpark

Dialog · 2 Personen · Gegenwart · Alltagssprache

Annika und Bettina: Der hat uns beiden die Dackelgeschichte erzählt.

Freier Text von SceneTalent

Von SceneTalent geschrieben. Frei zum Üben, Vorsprechen und für Self-Tapes – bitte mit Quellenangabe „Text: SceneTalent“. Den Text selbst nicht ohne unser Einverständnis weiterverbreiten.
Dauer
ca. 3 Mingeschätzt, 351 Wörter
Umfang
351 WörterAnnika · Bettina
Figuren
weiblich + weiblich
Spielalter
ca. 30–40redaktionelle Einschätzung
Tonlage
plauderndtragikomisch
Sprache
Alltagssprache

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Inhalt
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(Ein Bistro-Tisch aus Plastik im Trampolinpark. Zwei Pappschalen mit Pommes, zwei Becher Kaffee. Annika, achtunddreißig, und Bettina, sechsunddreißig, sitzen nebeneinander und schauen beide geradeaus auf die Trampoline.)

Annika

Lina! Nicht auf den Kopf! Auf die Füße! (Zu Bettina.) Entschuldigung. Wo waren wir?

Stichwort: „… die Füße! Entschuldigung. Wo waren wir?“

Bettina

Beim Ketchup. Und bei deinem Date.

Stichwort: „Beim Ketchup. Und bei deinem Date.“

Annika

Ach Gott. Das war nichts. Das war nur so ein Treffen.

Stichwort: „… Das war nur so ein Treffen.“

Bettina

Du hast rote Ohren.

Stichwort: „Du hast rote Ohren.“

Annika

Das ist der Trampolinpark. Hier hat jeder rote Ohren. (Pause.) Okay. Er ist Architekt. Er hat mir im Café auf eine Serviette gezeichnet, wie er mein Wohnzimmer umbauen würde. Ohne dass er mein Wohnzimmer kennt.

Stichwort: „… Ohne dass er mein Wohnzimmer kennt.“

Bettina

(Nimmt eine Pommes.) Hm. Und?

Stichwort: „Hm. Und?“

Annika

Und es war schön. Ich hab die Serviette behalten. Ist das peinlich?

Stichwort: „… die Serviette behalten. Ist das peinlich?“

Bettina

Nein. Ich hatte auch gerade einen Architekten. Letzte Woche. (Ruft.) Paul! Socken anziehen! Die Socken sind Pflicht! (Zu Annika.) Der hat mir auch was auf eine Serviette gemalt. Einen Wintergarten.

Stichwort: „… auf eine Serviette gemalt. Einen Wintergarten.“

Annika

Lustig. Liegt das an der Berufsgruppe?

Stichwort: „Lustig. Liegt das an der Berufsgruppe?“

Bettina

Wahrscheinlich. Die haben immer einen Stift dabei. (Pause.) Meiner hatte so eine Brille mit dickem schwarzem Rand.

Stichwort: „… eine Brille mit dickem schwarzem Rand.“

Annika

(Langsam.) Meiner auch.

Stichwort: „Meiner auch.“

Bettina

Und einen Hund.

Stichwort: „Und einen Hund.“

Annika

(Sie legt die Pommes zurück.) Einen Dackel?

Stichwort: „Einen Dackel?“

Bettina

Einen Rauhaardackel. Namens …

Stichwort: „Einen Rauhaardackel. Namens …“

Annika

… Bruno.

Stichwort: „… Bruno.“

(Stille. Hinter ihnen quietscht ein Trampolin. Beide sehen weiter geradeaus.)

Annika

Hat er dir auch erzählt, dass Bruno einmal einen ganzen Geburtstagskuchen gegessen hat und danach …

Stichwort: „… Geburtstagskuchen gegessen hat und danach …“

Bettina

… zwei Tage lang nur rückwärts gegangen ist? Ja.

Stichwort: „… lang nur rückwärts gegangen ist? Ja.“

Annika

Der hat uns beiden die Dackelgeschichte erzählt.

Stichwort: „… hat uns beiden die Dackelgeschichte erzählt.“

Bettina

Das ist seine Masche. Der Dackel ist seine Masche.

Stichwort: „… Masche. Der Dackel ist seine Masche.“

Annika

Ich hab gelacht. Ich hab so gelacht, dass mir der Cappuccino aus der Nase kam.

Stichwort: „… der Cappuccino aus der Nase kam.“

Bettina

Ich auch. Aus der Nase. (Pause.) Wann war dein Treffen?

Stichwort: „… der Nase. Wann war dein Treffen?“

Annika

Donnerstag. Halb acht. Café am Markt.

Stichwort: „Donnerstag. Halb acht. Café am Markt.“

Bettina

(Sie holt ihr Handy heraus.) Ich hatte Donnerstag um sechs. Café am Bahnhof.

Stichwort: „… Donnerstag um sechs. Café am Bahnhof.“

Annika

Der hat einen Doppeldonnerstag gemacht.

Stichwort: „Der hat einen Doppeldonnerstag gemacht.“

Bettina

Mit Serviette.

Stichwort: „Mit Serviette.“

Annika

Weißt du, was das Schlimmste ist? Ich hab meiner Schwester schon von ihm erzählt. Sie hat gesagt: Endlich mal einer, der zuhört.

Stichwort: „… gesagt: Endlich mal einer, der zuhört.“

Bettina

Er hört gut zu. Er hat sich gemerkt, dass ich keine Oliven mag.

Stichwort: „… gemerkt, dass ich keine Oliven mag.“

Annika

Mir hat er Oliven bestellt. Weil ich gesagt hab, dass ich Oliven liebe.

Stichwort: „… gesagt hab, dass ich Oliven liebe.“

Bettina

Der führt eine Tabelle. Ich schwöre dir, der führt eine Tabelle.

Stichwort: „… schwöre dir, der führt eine Tabelle.“

(Pause. Ein Kind ruft: „Mama, guck mal!“ Beide winken gleichzeitig und lächeln.)

Annika

(Durch das Lächeln, leise.) Was machen wir jetzt?

Stichwort: „Was machen wir jetzt?“

Bettina

(Ebenso.) Wir essen erst mal die Pommes auf. Die sind bezahlt.

Stichwort: „… die Pommes auf. Die sind bezahlt.“

Annika

Und dann?

Stichwort: „Und dann?“

Bettina

Und dann schreiben wir ihm. Zusammen. Eine Nachricht. Wir schlagen ihm ein Treffen vor. Donnerstag. Halb sieben. Am Markt.

Stichwort: „… vor. Donnerstag. Halb sieben. Am Markt.“

Annika

Und dann kommen wir beide.

Stichwort: „Und dann kommen wir beide.“

Bettina

Mit Serviette. Und ich zeichne ihm drauf, wie er gleich aussieht.

Stichwort: „… ihm drauf, wie er gleich aussieht.“

Annika

(Sie lacht, muss sich die Hand vor den Mund halten.) Und wenn er den Dackel mitbringt?

Stichwort: „Und wenn er den Dackel mitbringt?“

Bettina stößt mit ihrem Kaffeebecher an Annikas

Dann nehmen wir den Dackel. Der kann ja nichts dafür.

Stichwort: „… Dackel. Der kann ja nichts dafür.“

Lernmodus: Nur die Anfangsbuchstaben sind sichtbar. Tippe auf einen Vers oder Satz, um ihn aufzudecken.

Ende der Szene

Spielhinweise

  • Die beiden müssen gleichzeitig zuhören und die Kinder auf den Trampolinen im Blick behalten. Das unterbricht jeden zweiten Satz. Nutzt diese Unterbrechungen für das Tempo.
  • Die Entdeckung kommt Stück für Stück. Jedes neue Detail ist ein kleiner Szenenbeat. Haltet die Reaktionen klein, bis keine von beiden mehr ausweichen kann.
  • Die beiden werden keine Rivalinnen. Sie werden Verbündete. Spielt das Ende warm und ein bisschen gefährlich.

Vorsprech-Set

Als Kontrast dazu

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