(Prometheus bei seinen Bildwerken. Merkur und Epimetheus sind gegangen; Minerva ist zu ihm gekommen.)
- Und möcht um vieles nicht
- Mit dem Donnervogel tauschen
- Und meines Herren Blitze stolz
- In Sklavenklauen packen.
- Was sind sie? Was ich?
[…]
- Haben sie das all
- Doch nicht allein!
- Ich daure so wie sie.
- Wir alle sind ewig! –
- Meines Anfangs erinnr ich mich nicht,
- Zu enden hab ich keinen Beruf
- Und seh das Ende nicht.
- So bin ich ewig, denn ich bin! –
- Und Weisheit –
(Sie an den Bildnissen herumführend.)
- Sieh diese Stirn an!
- Hat mein Finger nicht
- Sie ausgeprägt?
- Und dieses Busens Macht
- Drängt sich entgegen
- Der allanfallenden Gefahr umher.
(Bleibt bei einer weiblichen Bildsäule stehen.)
- Und du, Pandora,
- Heiliges Gefäß der Gaben alle,
- Die ergötzlich sind
- Unter dem weiten Himmel,
- Auf der unendlichen Erde,
- Alles, was mich je erquickt von Wonnegefühl,
- Was in des Schattens Kühle
- Mir Labsal ergossen,
- Der Sonne Liebe jemals Frühlingswonne,
- Des Meeres laue Welle
- Jemals Zärtlichkeit an meinen Busen angeschmiegt,
- Und was ich je für reinen Himmelsglanz
- Und Seelenruhgenuss geschmeckt –
- Das all all – – Meine Pandora!
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