(Langenbielau, das Weberstübchen des alten Hilse. Die aufständischen Weber sind im Ort. Der alte Hilse hat seinem Sohn Gottlieb verboten, sich ihnen anzuschließen.)
(Maßlos.)
Mit euren bigotten Räden . . . . dadervon da is mir o noch nich amal a Kind satt geworn. Derwegen han se gelegen, alle viere in Unflat und Lumpen. Da wurd ooch noch nich amal a eenzichtes Winderle trocken. Ich will ne Mutter sein, dass d’s weeßt! und deswegen, dass d’s weeßt, winsch ich a Fabrikanten de Hölle und de Pest in a Rachen ’nein. Ich bin ebens ne Mutter. — Erhält ma woll so a Wirmel?! Ich hab mehr geflennt wie Oden geholt, von dem Augenblicke an, wo a so a Hiperle uf de Welt kam, bis d’r Tot und erbarmte sich drüber. Ihr habt euch an Teiwel gescheert. Ihr habt gebet’t und gesungen, und ich hab m’r de Fisse bluttich gelaufen nach een’n eenzichten Neegl Puttermilch. Wie viel hundert Nächte hab ich mir a Kopp zerklaubt, wie ich ock und ich kennte so a Kindel ock a eenzich mal um a Kirchhoof rumpaschen. Was hat so a Kindel verbrochen, hä? und muss so a elendigliches Ende nehmen — und drieben bei Dittrichen, da wern se in Wein gebadt und mit Milch gewaschen. Nee, nee! wenn’s hie losgeht — ni zehn Pferde solln mich zuricke halten. Und das sag ich: stirmen se Dittrichens Gebäude — ich bin de Erschte — und Gnade jeden der mich will abhalten. — Ich habs satt, a so viel steht feste.
[…]
(In Raserei.)
Euch is nich zu helfen. Lappärsche seid ihr. Haderlumpe aber keene Manne. Gattschliche zum anspucken. Weechquarggesichter, die vor Kinderklappern reißaus nehmen. Kerle, die dreimal „scheen dank“ sagen fer ne Tracht Prügel. Euch haben se de Adern so leer gemacht, das ihr ni amal mehr kennt rot anlaufen im Gesichte. An Peitsche sollt ma nehmen und euch a Kriin einbläun in eure faulen Knochen.
(Schnell ab.)
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