Die Film- und Medienstiftung NRW vergibt das Gerd-Ruge-Stipendium an vier Dokumentarfilmprojekte. Marcus Lenz, Paul Sonntag, Rokhsareh Ghaemmaghami und Isabel Schneider erhalten zusammen 96.919 Euro. Das teilte die Stiftung am 7. Oktober mit.

Die größte Einzelförderung geht mit 31.919 Euro an Marcus Lenz für „Die Wahl der Waffen“. Das Vorhaben beschäftigt sich mit Waffen, Pazifismus und dem Krieg gegen die Ukraine. Paul Sonntag erhält 25.000 Euro für „Arbeit und Spiel“, ein Projekt über einen Betriebskindergarten.

Je 20.000 Euro bekommen Rokhsareh Ghaemmaghami für „Alles ist besser in Teheran“ und Isabel Schneider für „Frauen, Arbeit, Kampf“. Ihre Projekte führen in familiäre Erfahrungen zwischen Teheran und Berlin beziehungsweise in die Geschichte migrantischer Arbeiterinnen.

Zur Jury gehörten die Regisseure Eric Fiedler und Andres Veiel, Autorin und Regisseurin Helene Hegemann, Autorin und Filmemacherin Düzen Tekkal sowie Stiftungschef Walid Nakschbandi.

18 Monate für Recherche und Konzept

Das seit 2002 bestehende Stipendium unterstützt die Vorbereitung dokumentarischer Arbeiten. Über 18 Monate können unter anderem Recherchereisen und die Entwicklung eines filmischen Konzepts gefördert werden. Die Mittel setzen in einer frühen Phase an, vor der Finanzierung der Herstellung.

Das Programm richtet sich an Autorinnen und Regisseure mit Erstwohnsitz in Deutschland und einer professionellen Referenz. Gefördert werden erste bis dritte dokumentarische Projekte nach dem Studium; Studierende sind ausgeschlossen. Zum Bewerbungsweg gehört eine vorherige Beratung.

Die Bewerbungsrunde 2026 ist abgeschlossen. Einen weiteren Aufruf hat die Stiftung für 2027 angekündigt, bislang ohne konkreten Termin.

Quellen

Quellen geprüft am 14. Oktober 2026

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