Beim Filmfest Hamburg sind am 30. September vier Hamburg Producers Awards vergeben worden. Die Preise gingen an die Produktionsfirmen Razor Film, Maverick Film, MÄKSMY Films und NEUESUPER. Die Kategorien internationale Kino-Koproduktion, deutsches Kino und deutscher Fernsehfilm sind mit jeweils 25.000 Euro dotiert, der Serienpreis mit 10.000 Euro.
Gerhard Meixner, Roman Paul und Christiane Sommer von Razor Film erhielten den Koproduktionspreis für „Minotaurus“ von Andrey Zvyagintsev. Tristan Bähre und Philipp Maron von Maverick Film wurden für „Ich sehe was, was ihr nicht seht“ ausgezeichnet. Regie führte Alisa Kolosova nach einem Drehbuch von Judith Rose Gyabaah.
Der Fernsehfilmpreis ging an Markus Mayr von MÄKSMY Films für „LORD“ von Caren Wuhrer. In der Serienkategorie gewannen Simon Amberger, Korbinian Dufter und Rafael Parente von NEUESUPER mit „Breitscheidplatz 19/12“.
„LORD“ entstand im Talentprogramm Nordlichter
Caren Wuhrer schrieb und inszenierte den 90-minütigen Film „LORD“. Sie studierte zunächst Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film und Video an der Hochschule für Gestaltung Offenbach, anschließend Regie an der Hamburg Media School. Nach mehreren Kurzfilmen realisierte sie das Debüt im Talentprogramm Nordlichter.
Der Film erzählt von der Begegnung der 17-jährigen Lord mit der 78-jährigen Betty. Lina Isabell Sturm und Christine Korfant spielen die Hauptrollen. Nach den Produktionsangaben des NDR wurde „LORD“ von der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, der nordmedia und dem Sender unterstützt. Produzent ist Markus Mayr für MÄKSMY Films.
Die weiteren ausgezeichneten Produktionen
„Minotaurus“ von Andrey Zvyagintsev spielt in Russland nach dem Angriff auf die Ukraine 2022. Ein Firmenchef soll Beschäftigte für den Krieg rekrutieren, während seine Ehe zerfällt. Zur Besetzung gehören Dmitriy Mazurov, Iris Lebedeva und Boris Kudrin. Die ausgezeichneten deutschen Koproduzenten arbeiteten an der französisch-lettisch-deutschen Produktion mit.
In „Ich sehe was, was ihr nicht seht“ müssen zwei Frauen nach dem Suizid ihrer Freundin mit deren Verlust umgehen. Auch die fünfjährige Tochter der Verstorbenen bleibt zurück. Beim Räumen der Wohnung müssen die Frauen ihre gemeinsame Vergangenheit neu betrachten. Saskia Rosendahl, Svenja Jung, Soma Pysall und Meret Becker spielen in Alisa Kolosovas Spielfilmdebüt.
„Breitscheidplatz 19/12“ von David Nawrath rekonstruiert als fiktionale Serie die Vorgeschichte des Berliner Terroranschlags vom 19. Dezember 2016. Im Mittelpunkt stehen Ermittlungen, Warnungen und institutionelle Versäumnisse. Das Drehbuch stammt von Nawrath und David Marian; zur Besetzung gehören Albrecht Schuch, Bayan Layla, Tamer Trasoglu, Wael Alkhatib und Jeanne Goursaud. Hamburg zeigte zwei der sechs Folgen.
Quellen
- Hamburg Producers Awards 2026Filmfest Hamburg · 30. September 2026
- LORD – Film und TeamFilmfest Hamburg
- Nordlichter 2026: LORDNDR
- Minotaurus – Filmprofil und CreditsFilmFest Hamburg
- Ich sehe was, was ihr nicht seht – Filmprofil und CreditsFilmFest Hamburg
- Breitscheidplatz 19/12 – Serienprofil und CreditsFilmFest Hamburg
Quellen geprüft am 14. Oktober 2026

