Eine Technikerin mit weißen Handschuhen prüft einen Filmstreifen am Leuchttisch; daneben stehen Scanner und Filmdosen.

KI-generierte Illustration · Symbolbild, keine Aufnahme des berichteten Ereignisses.

Der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen fordert, die Finanzierung der Filmerbesicherung über 2028 hinaus zu verstetigen. In einer am 21. September veröffentlichten Stellungnahme verbindet der VTFF den Erhalt historischer Filme mit der Zukunft der spezialisierten technischen Betriebe. Diese benötigten verlässliche Aufträge, um in Anlagen und Personal investieren zu können.

Der Verband will die Dienstleister stärker in eine langfristige Strategie einbeziehen. Bei der Sicherung alter Filme gehe es neben dem kulturellen Bestand um Fachwissen, Arbeitsplätze und technische Infrastruktur. Eine Förderung, deren Fortsetzung offenbleibe, erschwere die Planung. Eine Anschlussfinanzierung über 2028 hinaus ist damit noch nicht gesichert.

Digitalisierung folgt unterschiedlichen Interessen

Das bestehende Förderprogramm Filmerbe der Filmförderungsanstalt unterstützt Filme von besonderem filmhistorischem, dokumentarischem oder künstlerischem Wert. Es unterscheidet drei Zugänge: eine geplante Auswertung, ein kuratorisches Interesse und die konservatorische Notwendigkeit. Ein Film kann also etwa für eine erneute Vorführung digitalisiert werden oder weil sein Ausgangsmaterial gesichert werden muss.

Nach den veröffentlichten Programmbedingungen sind Kurz- und Langfilme verschiedener Gattungen förderfähig. Die Unterstützung beträgt grundsätzlich bis zu 40.000 Euro pro Film; in der Regel ist ein Eigenanteil von mindestens 20 Prozent vorgesehen. Die digitale Fassung soll mindestens 2K-Auflösung erreichen.

Rechte und Material sind getrennte Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind unter anderem Rechteinhaber sowie Besitzer des Originalmaterials mit Zustimmung der Rechteinhaber. Für Archive und Filmerbeeinrichtungen enthält der Bereich konservatorische Notwendigkeit eine besondere Regelung. Die Förderung einer Digitalisierung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein Film anschließend beliebig veröffentlicht oder weiterverwendet werden darf.

Der aktuelle Vorstoß des VTFF richtet den Blick auf die Arbeit hinter diesen Fassungen. Förderentscheidungen betreffen einzelne Filme; die dafür erforderlichen Betriebe müssen ihre Technik und ihr Wissen dauerhaft vorhalten. Genau diese längerfristige Grundlage will der Verband in der künftigen Finanzierung abgesichert sehen.

Quellen

Quellen geprüft am 14. Oktober 2026

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