Die Filmförderungsanstalt gehört zu den Gründungsorganisationen der Alliance Lumière. Das internationale Netzwerk wurde am 7. September im französischen Saint-Paul-de-Vence ins Leben gerufen. Nach der am folgenden Tag veröffentlichten FFA-Mitteilung beteiligen sich mehr als 50 Filminstitutionen.

Zum Gründungstreffen kamen rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus 65 Ländern. Gastgeber waren Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung. Für die FFA nahm Vorstand Peter Dinges teil. Das Netzwerk soll nationalen Filminstitutionen eine dauerhafte Form des Austauschs bieten und steht weiteren Organisationen offen.

Vorgesehen sind ein jährlich wechselnder Kongress und ein Arbeitstreffen im Umfeld des Filmfestivals von Cannes im Mai. Damit soll es nicht bei der einmaligen Zusammenkunft bleiben. Einen konkreten Arbeitsbereich hält bereits eine gemeinsame Erklärung zur Nachhaltigkeit fest.

Bestehende Verfahren besser abstimmen

Die Unterzeichnenden wollen die Zusammenarbeit bei umweltverträglicher Filmproduktion und Auswertung verstärken. Die Erklärung setzt dabei auf vorhandene Instrumente und Erfahrungen. Methoden sollen besser vergleichbar werden, damit die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg erleichtert wird.

Das betrifft insbesondere Koproduktionen, bei denen Beteiligte mit unterschiedlichen nationalen Anforderungen und Nachweissystemen arbeiten. Die Erklärung spricht sich für eine Annäherung der Verfahren aus, ohne die jeweiligen Produktionsbedingungen und regionalen Besonderheiten auszublenden.

Als einen Bezugspunkt nennt das Dokument die europäische Normungsarbeit im Rahmen des CEN, soweit sie für die beteiligten Institutionen einschlägig ist. Daraus entsteht durch die Unterzeichnung noch keine weltweit verbindliche neue Produktionsvorschrift. Festgehalten wird ein gemeinsamer Arbeitsauftrag: vorhandene Ansätze nutzen, Wissen austauschen und ihre Anwendung über Grenzen hinweg besser aufeinander abstimmen.

Quellen

Quellen geprüft am 14. Oktober 2026

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