Der Leipziger Animationsfilmemacher Franz Impler und der belgische Medienkünstler Anton Cla stehen im Mittelpunkt von „Animation Perspectives“ bei DOK Leipzig. Für den 29. Oktober kündigt das Festival 13 Arbeiten der beiden Künstler und ein Gespräch mit Kurator André Eckardt an. Die Auswahl wurde am 6. Oktober veröffentlicht.

Beide arbeiten mit digitalen Bildwelten, die an Computerspiele erinnern. Das Festival beschreibt ungewöhnliche räumliche Zusammenhänge und auffällige Farben als Merkmale der ausgewählten Arbeiten. Im Gespräch soll es um ihre Entstehung und die Arbeitsweisen der Künstler gehen.

Die 13 Arbeiten im Programm

Die offizielle Programmliste führt sieben Arbeiten von Impler und sechs von Cla. Die kurzen Musikvideoarbeiten und der Ausschnitt sind dabei eigene Programmpunkte.

  • Breaking the Law
    Regie: Franz Impler
    2020 · 1 Min.
  • Changeover
    Regie: Franz Impler
    2022 · 1 Min.
  • Gum Bubble Buddy
    Regie: Franz Impler
    2023 · 1 Min.
  • Hidden Message
    Regie: Franz Impler
    2025 · 1 Min.
  • Out of Bounds
    Regie: Franz Impler
    2020 · 15 Min.
  • Nothing to Expect
    Regie: Franz Impler
    2023 · 4 Min.
  • A Wish
    Regie: Franz Impler
    2024 · 2 Min.
  • Cyclepaths
    Regie: Anton Cla
    2023 · 13 Min.
  • Dysphasia
    Regie: Anton Cla
    2023 · 1 Min.
  • Elegy of Time
    Regie: Anton Cla
    2017 · 5 Min.
  • Fiddlehead / Happy Mondays: Tart Tart [Ausschnitt]
    Regie: Anton Cla
    2024 · 1 Min.
  • Joeri is verliefd (maar…) + Zijn hart ligt op de grond (maar…)
    Regie: Anton Cla
    2026 · 9 Min.
  • Valse Muziek: Electricity
    Regie: Anton Cla
    2024 · 3 Min.

In Implers „Out of Bounds“ gerät eine Roger-Federer-Figur in eine fehlerhafte Spielwelt. „Nothing to Expect“ handelt von Einsamkeit trotz digitaler Kontakte. Cla schickt in „Cyclepaths“ einen bewaffneten Mann auf einem E-Roller an den Stadtrand; „Dysphasia“ übersetzt ausbleibende Worte in Farben und Formen.

Gespräch und Animation Night

André Eckardt moderiert am 29. Oktober das Gespräch mit den beiden Künstlern. Das Format verbindet ihre Filme mit Einblicken in deren Entstehung. Franz Impler lebt in Leipzig; Anton Cla arbeitet auch mit interaktiven Medien und nennt Computerspiele sowie modernistische Malerei als Einflüsse.

Am 30. Oktober folgt die von Franka Sachse und Ben Sassen kuratierte „Animation Night: Outta Space“. Sie verbindet experimentelle Filme über Weltraumvorstellungen mit Live-Performances und analogen Klangverfahren. DOK Leipzig dauert vom 26. Oktober bis zum 1. November; die Vorstellungen stehen im Festivalprogramm.