
KI-generierte Illustration · Symbolbild, keine Aufnahme des berichteten Ereignisses.
DOK Leipzig macht den Schutz freier dokumentarischer Arbeit zu einem Schwerpunkt seines Branchenprogramms. Das am 24. September veröffentlichte Programm kündigt mit „Doc Together: When Freedom of Expression is at Risk“ ein Gespräch über den Druck auf Presse- und Medienfreiheit an. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit von Filmschaffenden, Journalisten und unterstützenden Institutionen.
Für den 27. Oktober sind Salomé Jashi, Mitgründerin der Documentary Association Georgia, Andreas Lamm, Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit, und Bente Roalsvig von der norwegischen Stiftung Fritt Ord angekündigt. Julie Nederkoorn, Leiterin des internationalen Bereichs und der Branchenangebote von Movies that Matter, soll moderieren.
Salomé Jashi arbeitet zwischen Journalismus und Film
Jashi studierte zunächst Journalismus und arbeitete als Reporterin, bevor sie sich dem Dokumentarfilm zuwandte. Ihre Filme produziert sie unter anderem über die von ihr mitgegründete Firma Sakdoc Film. Mit der Documentary Association Georgia ist sie zugleich in einer beruflichen Interessenvertretung aktiv.
International bekannt wurde sie mit „Taming the Garden“. Der Film von 2021 beobachtet, wie alte Bäume an der georgischen Küste ausgegraben und in einen privaten Garten transportiert werden. Er entstand als schweizerisch-deutsch-georgische Koproduktion von Mira Film, CORSO Film und Sakdoc Film und lief bei Sundance sowie im Forum der Berlinale.
Ihre Arbeit verbindet damit Beobachtung gesellschaftlicher Machtverhältnisse mit konkreten internationalen Produktionsstrukturen. Für die angekündigte Diskussion bringt sie sowohl Erfahrung als Filmemacherin als auch aus der Organisation der Branche mit.
Unterstützung über Berufsgrenzen hinweg
Das Gespräch soll untersuchen, wie dokumentarisch Arbeitende und Journalisten voneinander lernen und welche Unterstützung Institutionen bieten können. Im aktuellen Programm liegt der Schwerpunkt auf Europa, ergänzt um internationale Erfahrungen. Die Teilnahme ist für akkreditierte Gäste vorgesehen.
DOK Industry greift damit eine Arbeitsbedingung auf, die vor Kamera, Schnitt und Auswertung liegt: ob eine Recherche unabhängig möglich ist und eine Perspektive öffentlich werden kann. Das Festival findet vom 26. Oktober bis zum 1. November statt. Das Gespräch am 27. Oktober ist Teil des akkreditierten Branchenprogramms.
Quellen
- Veröffentlichung des DOK-Industry-ProgrammsDOK Leipzig · 24. September 2026
- Doc Together: Schutz der MeinungsfreiheitDOK Leipzig
- Biografie der Filmemacherin Salomé JashiSalomé Jashi
- Film- und Produktionsangaben zu Taming the GardenMira Film / Taming the Garden
Quellen geprüft am 14. Oktober 2026

