Der Bundesverband Produktion Film und Fernsehen warnt vor einem Verlust von Fachkräften in den organisatorischen Filmberufen. Nach einer am 5. Oktober veröffentlichten Auswertung sind auf Crew United seit 2023 in mehreren Berufskategorien deutlich weniger Profile verzeichnet. In der Filmgeschäftsführung beträgt der Rückgang demnach 17 Prozent, bei deren Assistenz 25 Prozent und bei der Produktionsassistenz 31 Prozent.
Der Berufsverband sieht dadurch die Weitergabe von Erfahrung gefährdet. Er fordert verlässlichere Produktionsbedingungen und strukturierte Ausbildungswege. Auch Mentoring durch erfahrene Beschäftigte soll helfen, Fachwissen zu erhalten. Die Auswertung beruht auf Plattformprofilen; eine vollständige Beschäftigungsstatistik liegt ihr nicht zugrunde.
Assistenzen als Einstieg in die Filmgeschäftsführung
Die Filmgeschäftsführung wickelt die Finanzen einer Produktion ab. Zu ihren Aufgaben zählen laufende Kostenstände, Lohn- und Honorarabrechnungen sowie Arbeitszeitkonten. Sie arbeitet eng mit Herstellungs- und Produktionsleitung zusammen. Das Berufsbild des BvP nennt kaufmännische Kenntnisse und praktische Filmerfahrung als wichtige Grundlagen.
Ein Teil dieser Erfahrung wird in der Assistenz erworben. Dort lernen Beschäftigte, wie Buchhaltung und Abrechnung unter den wechselnden Bedingungen einer Filmproduktion funktionieren. Gerade in diesen Einstiegspositionen weist der Verband in seiner aktuellen Auswertung stärkere Rückgänge aus als in der Filmgeschäftsführung selbst.
Quellen
- Fachkräfteschwund gefährdet den Filmstandort DeutschlandBundesverband Produktion · 5. Oktober 2026
- Berufsbild FilmgeschäftsführungBundesverband Produktion
Quellen geprüft am 14. Oktober 2026

