
Die deutschen Kinos haben im ersten Halbjahr 2026 rund 47,5 Millionen Eintrittskarten verkauft. Das sind 16,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg noch stärker: Nach der am 24. August vorgelegten Bilanz der Filmförderungsanstalt erreichten die Ticketeinnahmen 502,2 Millionen Euro, ein Plus von 24,5 Prozent.
Zum Abstand zwischen beiden Wachstumsraten trägt der höhere Durchschnittspreis bei. Laut statistischem Bericht kostete eine Eintrittskarte im Mittel 10,57 Euro, nach 9,92 Euro im ersten Halbjahr 2025. Das entspricht einem Anstieg um 6,5 Prozent. Der Umsatzvergleich bildet die tatsächlich erzielten Einnahmen ab; er ist nicht um die Preisentwicklung bereinigt.
Deutsche Filme gewinnen Publikum
Für deutsche Filme weist die FFA 12,2 Millionen verkaufte Tickets aus, 61 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Unter den insgesamt 14 Filmen mit jeweils mehr als einer Million Besuchen waren fünf deutsche Produktionen. Dazu zählen „Extrawurst“, „Woodwalkers 2“, „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, „Checker Tobi 3“ und „Die drei ??? – Toteninsel“.
Das Wachstum verteilt sich allerdings nicht gleichmäßig über sämtliche Monate. Im Juni lag die Zahl der verkauften Karten mit rund 5,53 Millionen leicht unter dem Vorjahresmonat. Der kräftige Halbjahreszuwachs bedeutet daher nicht, dass jeder Abschnitt des Spielplans besser lief als 2025.
Auch gegenüber dem letzten Halbjahr vor der Pandemie bleibt das Bild geteilt. Die Ticketzahl liegt rund elf Prozent unter dem Vergleichswert von 2019, während der nominale Umsatz etwa neun Prozent darüber liegt. Höhere Einnahmen und eine vollständige Rückkehr der früheren Besuchszahlen sind damit zwei verschiedene Befunde.
Die Statistik zählt verkaufte Karten. Mehrere Besuche derselben Person gehen entsprechend mehrfach in die Bilanz ein.
Quellen
- Kinobilanz für das erste Halbjahr 2026FFA · 24. August 2026
- Das Kinohalbjahr 1/2026 – statistischer BerichtFFA · 24. August 2026
Quellen geprüft am 14. Oktober 2026

